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Immobilien in Bottrop, 32 Ergebnisse

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Bottrop, grüne Stadt mit Vergangenheit
Bottrop zählt zu den durchaus grünen Städten in Deutschland, die ländliche Umgebung mit den Wäldern sorgt für einen hohen Freizeitwert in der ehemals von Kohlenstaub überzogenen Urbanisation. Der Bergbau hat den Ort geprägt, die Industriedenkmäler, die durch die diversen Schließungen entstanden sind, lassen das Herz jedes kulturell und geschichtlich interessierten Besuchers höher schlagen. Überraschend für Gäste ist das Alpincenter auf einer der alten Abraumhalden, in dem ganzjährig Skifahren möglich ist, Pferdefreunde finden in dieser Stadt noch einen Pferdemarkt im klassischen Sinn. Der Freizeitparks Schloss Beck und Movie World Germany erfreut sich nicht nur bei den Bottropern großer Beliebtheit, auch aus anderen Orten des Ruhrgebiets kommen Besucher gerne hierher.

Der mittelalterlich Ort Borthorpe wird als Klosterbesitz erstmals 1092 erwähnt. Der Ortsname bedeutet so viel wie "Dorf am Hügel", das inzwischen zu Bottrop gehörenden Welheim war eine Niederlassung (Kommende) des Deutschen Ordens, gegründet 1253. Knippenburg, heute Ortsteil, verdankt seinen Namen dem 1340 erbauten Wasserschloss, Bottrop selbst hatte jedoch als Markt (Marktrecht ab 1423) durchaus nicht nur für Welheim und Schloss Knippenburg von Wert, aufgrund der Lage trafen sich hier Händler aus allen möglichen Regionen. Zur Veste Recklinghausen und somit zum Kurfürstentum Köln gehörig, stellte Bottrop durch das Marktrecht für die Fürsten eine sehr interessante Einnahmequelle dar, lag es doch an dem Verbindungsweg zwischen dem Rheinland und Recklinghausen sowie am Kreuzungspunkt zur Straße nach Dorsten. Bereits 1796 zieht die Industrie in dem Marktflecken ein, in Lichtenhagen entsteht eine Baumwollspinnerei. Wie so viele Städte des Rheinlandes kam auch Bottrop irgendwann unter preußische Herrschaft, nämlich exakt am dreiundzwanzigsten April des Jahres 1816, die erste Zeche entstand 1856 (Zeche Prosper I). Erst im Jahr 1919 verliert Bottrop seinen Status als Markt und wird Stadt.

Die drei Stadtbezirke Bottrops, Bottrop-Kirchhellen, Bottrop-Mitte und Bottrop-Süd sind mehr oder minder eigenständige Gemeinden mit Bezirksbürgermeistern. Wie bei so vielen größeren Städten deuten die Ortsbezeichnungen auf die alten Besiedlungen hin, wobei Kirchhellen das zurzeit wohl attraktivste Wohngebiet ist. Eingebettet in viel Grün lässt es sich hier eher ruhig leben, was sich im Rahmen der diversen Feste, die dort alljährlich stattfinden, allerdings auch zeitweilig ändert. Im zu Kirchhellen gehörigen Grafenwald besteht ein riesiger Gewerbepark, in dem sich die unterschiedlichsten Unternehmen angesiedelt haben, sodass in dem Ortsteil ein fröhlicher Mix aus den unterschiedlichsten Menschen entstand.

Das zu Bottrop-Süd gehörige Ebel mit seinem ehemaligen Industriehafen und der Zeche Prosper I zählt auch heute nicht unbedingt gerade zu den vornehmen Stadtvierteln, wenn es auch wieder Attraktivität gewonnen hat. Von der Arbeiterschaft, die einst dort lebte, sind kaum noch Bewohner vorhanden, der Großteil zog im Rahmen des wirtschaftlichen Abschwungs 1970, der nach der Schließung des Hafens und der Zeche kaum, in andere Gebiete. Die Gartenstadt Welheim ist ein besonders hübsches Wohngebiet, in der ehemaligen Arbeiterkolonie leben heute circa 2.700 Menschen, verteilt auf ungefähr sechshundertfünfzig Gebäude. Errichtet für die Bergleute zwischen 1914 bis 1923, wurden die ehemals sehr kleinen Wohnungen in den achtziger und neunziger Jahren modernisiert und durch Zusammenlegung vergrößert, die Siedlung 1993 unter Denkmalschutz gestellt.

Bottrop hat im Laufe der letzten Jahrzehnte sein Gesicht verändert, aus der ehemaligen Zechen- und Arbeiterstadt mit den verrußten Häusern ist ein attraktiver Ort geworden, der allen Ansprüchen gerecht wird.
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